|
Energieversorgungssicherheit
|
Bergwerk Prosper-Haniel Alter Postweg 46244 Bottrop Telefon: (02041) 59-0 Telefax: (02041) 59-3120 |
Das Bergwerk Prosper-Haniel in Bottrop zählt zu den leistungsstarken Bergwerken, die von der RAG Deutsche Steinkohle AG an der Ruhr, in Ibbenbüren und im Saarland betrieben werden. Wir nehmen unsere Aufgabe ernst und erzeugen Energieversorgungssicherheit für Deutschland. Dafür setzen sich unsere 4.418 Beschäftigten täglich ein. Sie fördern im Jahr rund 3,2 Millionen Tonnen hochwertiger Kohle, die vornehmlich zur umweltverträglichen Erzeugung von Strom eingesetzt wird. Strom, auf den der Mensch heute nicht mehr verzichten kann und will. Modernste Technik und ein hoher Automatisierungsgrad mit Computer gesteuerten Systemen sorgen für einen effizienten Betriebsablauf. Die Kohle wird in vier Gewinnungsbetrieben in Tiefen zwischen 700 und 1.246 Metern gewonnen und über zwei Bandanlagen, die eine Höhendifferenz von rund 1.000 Metern überwinden, nach über Tage transportiert. Das untertägige Streckennetz beträgt 125 Kilometer.
Tradition und Modernität
Bergbau und Bottrop verbindet nicht nur eine über 150-jährige Geschichte, sondern maßgeblich die wirtschaftliche Entwicklung der Stadt. Seit Aufnahme der Förderung wurden im Bereich des Bergwerks über 300 Millionen Tonnen Steinkohle gewonnen. Vier ursprünglich eigenständige Bergwerke haben sich zum Bergwerk Prosper-Haniel zusammengeschlossen. Die Technik, mit der die Kohle abgebaut und gefördert wird, ist weltweit Weg weisend. Diese Hightech-Produkte werden gemeinsam mit der Zulieferindustrie und Hochschulen entwickelt und finden auch Branchen übergreifend ihren Einsatz. In Deutschland mit deutscher Technik geförderte Steinkohle ist ein wichtiger Wirtschaftsfaktor, denn nicht nur die Beschäftigten, sondern auch die Zuliefererindustrie aus der Region und im gesamten Ruhrgebiet sind wichtige Voraussetzungen für das Wirtschaftswachstum.
Nachhaltiger Umgang mit der Natur
Für uns ist Umweltschutz Unternehmensziel und Verantwortung zugleich, denn Bergbau und Umwelt gehören untrennbar zusammen. Ökologische Beeinträchtigungen werden wo immer möglich vermieden und gemindert, wie durch den Abbauverzicht unter dem Rotbach. Auswirkungen durch den untertägigen Abbau, die nicht vermeidbar sind und somit zu Veränderungen im Naturhaushalt führen, sind in einem räumlichen Entwicklungskonzept berücksichtigt worden. Begleitet durch ein umfassendes Monitoring-Programm werden turnusgemäß Untersuchungen in der Natur und an den Gewässern durchgeführt. Frühzeitig können so Maßnahmen eingeleitet werden mit dem Ziel, im Einklang mit der Natur zu handeln. Beeinträchtigungen auf natürliche Lebensräume werden durch Kompensationsmaßnahmen ausgeglichen. Ein Beispiel ist die naturnahe Umgestaltung des Gartroper Mühlenbachs auf einer Auenlänge von ca. 1.500 m, angelehnt an seine historische Trasse. Durch diese Maßnahme entsteht eine neue Auenlandschaft mit periodischen Kleingewässern, Altgewässern und Altarmen. Bergbau und Umwelt – das bedeutet auch, in enger Zusammenarbeit mit allen Beteiligten Interessen abzuwägen. So können neben dem Erhalt der Landwirtschaft, der Freizeit und Erholung auch wertvolle Rückzugsgebiete für Flora und Fauna entstehen. Auf der Basis innovativer Entwicklungskonzepte werden, wie mit dem Landschaftsbauwerk Haniel, auch neue attraktive Erholungsräume für den Menschen geschaffen. |