Unfallfrei seit dem vorigen Jahrtausend
05.07.2010 – Auf dem Bergwerk West arbeitet das Revier des Tagesbetriebs seit über zehn Jahren ohne einen meldepflichtigen Unfall.
Fast jährlich zeichnete die frühere Bergbau- Berufsgenossenschaft bei ihren Sicherheitswettbewerben das West-Revier aus. Es gilt als sehr wahrscheinlich, dass die Mannen um Reviersteiger Klaus-Dieter Weiß aber schon viel länger unfallfrei arbeiten als „nur“ zehn Jahre. „Ich bin 1993 als Schichtsteiger in das Revier gekommen. Seitdem habe ich dort nicht einen einzigen Unfall miterlebt“, erklärt Weiß. Damals zählte das Revier 29 Mitarbeiter. Heute zeichnet Weiß, der die Revierführung voriges Jahr von Franz Betschner übernahm, für 17 Mitarbeiter im Revier 377 und 46 weitere im Revier 376 sowie für sechs Aufsichten verantwortlich. Ihn wundert es nicht, dass sich die genaue unfallfreie Zeit nicht in Tagen, Monaten oder Jahren messen lässt: „Reviernamen, Kennungen, Zahlen, Zuordnungen und Zuständigkeiten haben sich bei uns so oft geändert, dass es mich eher gewundert hätte, wenn noch alle Unterlagen greifb ar gewesen wären.“
Konkrete Zahlen belegen konnte BS-Mitarbeiter Henkel in seiner Dokumentation ab dem Jahr 2000. Von da an lief das Revier unter der Nummer 82. 2001 änderte sich die Kennung in Revier 71. Ab 2001 erhielt es die Ziff er 76 und wurde schließlich 2007 in Revier 377 umbenannt. Vielseitige Aufgaben Verantwortlich zeichnet das Revier seit eh und je für die Instandhaltung, Wartung und Sicherheit der übertägigen Energieversorgung des Bergwerks, der Maschinenzentrale mit der Druckluft erzeugung, der Fördermaschinen, Grubenlüft er, des übertägigen Bereichs der Großkälteanlage auf dem Baufeld Rossenray, der Gasabsaugungen und Wassergewinnungsanlagen. Um die Einsatzbereitschaft der Anlagen sicherzustellen, gehören Nachtschichten und Einsätze an Wochenenden oder Feiertagen für das Team dazu. Die Aufgaben des Reviers 377 an ständig wechselnden Arbeits- und Einsatzplätzen gestalten sich so vielfältig, dass Unachtsamkeit aus Routine erst gar nicht aufk ommt. Das macht unfallfreies Arbeiten aber trotzdem nicht einfach. Auch an Wunder, Schicksal, Vorsehung oder Ähnliches glauben weder Reviersteiger Klaus-Dieter Weiß noch seine Mitarbeiter. „Das haben wir selbst in der Hand“, sind sich mit Weiß alle einig. „Wir nutzen jede Möglichkeit, über das Th ema Sicherheit nachzudenken und zu reden, Situationen zu analysieren, Fehler und Unachtsamkeiten aufzudecken und abzustellen“, betont der Reviersteiger. „Über die konsequente Umsetzung und Anwendung von Lean Processing haben wir viele unserer Arbeitsabläufe besser in den Griff bekommen, gestalten sie rationaler und vor allem sicherer.“ Wie richtig und wichtig die konsequente Anwendung von Lean Processing sei, erklärt er damit, dass sein Revier, als von Lean noch nicht die Rede war, bereits mit Instrumentarien wie Checklisten und der Analyse einzelner Arbeitsschritte arbeitete. Das alles habe sich so gut bewährt, meint der Reviersteiger, dass sich an den letzten Unfall auch niemand mehr zu erinnern
Fotos zur Meldung
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Arbeiten seit über zehn Jahren unfallfrei: die Männer vom Revier 377 des Tagesbetriebs. |
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