Verantwortungsvoll und zeitgemäß

15.07.2010 – Umweltschutz gehört bei der RAG zur Unternehmensphilosophie – und zur täglich gelebten Praxis.

Wie bei jedem anderen Industriebetrieb führt auch die Arbeit in den über- und untertägigen Betrieben der RAG, seien es die Bergwerke, die Kokerei Prosper oder selbst die Servicebereiche und die Verwaltung, zu Auswirkungen auf die Umwelt. Eine Reihe von Gesetzen, Verordnungen und Auflagen, vom Bundes-Immissionsschutzgesetz über die Technische Anleitung zur Reinhaltung der Luft (TA Luft) bis zur EU-Chemikalienverordnung REACH, sorgt dafür, dass Belastungen dabei kontrolliert und begrenzt werden. Und deren Einhaltung wird regelmäßig streng überprüft, Monitoring-Programme überwachen die Auswirkungen des Bergbaus auf den Naturhaushalt.
 
Doch die RAG lässt es nicht damit bewenden, gesetzliche Vorgaben zu erfüllen: Sie nimmt ihre Verantwortung der Umwelt gegenüber aktiv wahr. Schon 1995 veröffentlichte das Unternehmen Leitlinien, in denen es dem Umweltschutz hohen Stellenwert einräumte und ihn auf allen Ebenen und in allen Funktionen zur strategischen Aufgabe machte. Seit 2000 führt die RAG in ihren Betrieben freiwillig regelmäßige interne Umweltaudits durch. Sie dienen der Überprüfung getroffener Maßnahmen, helfen, Verbesserungspotenziale zu erkennen und systematisch zu nutzen – und nebenbei auch, den Umweltschutz im Bewusstsein der Mitarbeiter zu verankern und diese für seine Belange im täglichen, konkreten Handeln zu sensibilisieren.
 
Integriertes Umweltmanagement
 
Im Jahr 2005 mündete das Umweltmanagement- System des Unternehmens mit den Maßnahmen zum Arbeits- und Gesundheitsschutz in ein ganzheitliches AGU-Konzept, das den Kontinuierlichen Verbesserungsprozess (KVP) als Regelkreis für alle Bereiche von der Leitungs- bis zur Steigerebene etablierte. Koordiniert vom Zentralbereich Arbeits-, Gesundheits- und Umweltschutz (ZB3), erarbeiten die Bergwerke jährliche AGU-Programme mit konkreten Zielvorgaben, deren Erfolge am Jahresende überprüft werden. Daraus entwickelte sich das integrierte interne AGU-Audit, welches das Unternehmen jenseits gesetzlicher Vorgaben aus eigener Initiative durchführt. Ebenfalls auf freiwilliger Basis berät in jedem RAG-Betrieb ein Umweltingenieur die Verantwortlichen vor Ort in Fragen des Immissionsschutzes, der Abfallentsorgung, des Schutzes von Boden und Gewässern und des Gefahrguttransports sowie des allgemeinen Umweltmanagements. Er dient auch als Bindeglied zwischen den Betrieben und den zentralen Umweltschutzfachstellen.
 
Diese Bemühungen bleiben nicht ohne Wirkung: Erstmals bekam das Bergwerk Saar 2006 und erneut bei der Rezertifizierung 2009 ein TÜV-Siegel für vorbildlichen Umweltschutz nach DIN EN ISO 14001. Diesem „Umwelt-Orden“ gingen eingehende Untersuchungen der gesamten betrieblichen Abläufe inklusive des Kenntnisstands der beteiligten Mitarbeiter durch externe Auditoren voraus. Auch das Überwachungsaudit 2010 bestand das Bergwerk mit Bravour. Durch die externe Zertifizierung ist es Mitglied im „Umweltpakt Saar“ und profitiert so von der Kooperation zwischen Wirtschaft und Landesregierung. Auch die regelmäßigen internen Audits der anderen Betriebe orientieren sich an den strengen Maßstäben der ISO-Norm – und setzen dadurch ihrerseits Maßstäbe, nach innen wie nach außen. Denn letztlich ist das Umwelt-Engagement der RAG nicht nur verantwortungsvoll und zeitgemäß, es wirkt sich auch positiv aus auf das Image des Unternehmens in einer Zeit zunehmenden Umweltbewusstseins. Und leistet zudem einen Beitrag zur Wirtschaft lichkeit – nicht nur, weil Verstöße gegen Umweltauflagen Geld kosten und die Produktion behindern. Auch die Flächen und Industrielandschaften, die der sich zurückziehende Bergbau hinterlässt, erfordern dadurch einen geringeren Aufwand bei der Wiedernutzbarmachung und steigen in ihrem Wert für kommende Nutzer – ob Gemeinden, Unternehmen oder Wildtiere und -pflanzen, die dort eine neue Heimat finden. Umweltschutz stellt in mehrfacher Hinsicht eine Investition in die Zukunft dar – auch bei der RAG.

Fotos zur Meldung

Der Schacht Lerche des Bergwerks Ost.

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