Bundesumweltminister Gabriel auf der Barbarafeier des Bergwerks Ost: Bergbau für den Technologievorsprung
20.12.2020 – Bis 2012 brauchen wir neun neue Kohlekraftwerke, sechs Steinkohle- und drei Braunkohlekraftwerke“, betonte Bundesumweltminister Sigmar Gabriel (SPD) vor rund 600 Gästen bei der Barbarafeier des Bergewerks Ost in der Stadthalle Kamen.
Der Minister für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit sprach sich für einen deutschen Referenz- oder Sockelbergbau aus: „Denn nur dann können wir uns auch die Fähigkeit erhalten, unsere Technik weltweit zu verkaufen.“Ziel der Energiepolitik der Bundesregierung sei es, 2020 einen Anteil von 30 Prozent des Energiebedarfs durch erneuerbare Energien zu erreichen. Da die Bundesregierung weiterhin den Ausstieg aus der Kernenergie unterstütze, könne auf den Einsatz von Steinkohle nicht verzichtet werden, so Gabriel, der in diesem Zusammenhang auf den weltweiten Energiebedarf bei einem rasanten Weltbevölkerungswachstum und einem Anstieg der Industrialisierungsrate verwies. Weitere Bausteine in einen umweltgerechten Energieprogramm sind nach Ansichten des Bundesministers die Weiterentwicklung von Kraftwerken mit CO2-Bindung und eine deutliche Förderung von Energieeinsparmaßnahmen etwa durch die Bausanierung.
Der Betriebsratsvorsitzende des Bergwerks Ost, Wolfgang Junge, und DSK-Vorstandsmitglied Peter Schrimpf hatten den Gastredner begrüßt und ihm für seinen Einsatz für den deutschen Steinkohlenbergbau gedankt. Im Vorfeld der Rede des Ministers hatten sich der Bürgermeister der Stadt Kamen, Hermann Hupe (SPD), und der Oberbürgermeister der Stadt Hamm, Thomas Hunsteger-Petermann (CDU), auf die Seite der Bergleute gestellt und ihnen die Unterstützung ihrer Städte zugesagt. Sie alle verwiesen auf die Wichtigkeit der Optionsklausel 2012. Hunsteger-Petermann betonte die Bedeutung des geplanten Bergwerks Donar für die Region.
Werksleiter Jürgen Schwarze sprach der Belegschaft des Bergwerk seinen Dank für den 2007 geleisteten Einsatz aus. Es sei Hervorragendes geschafft worden, die Förderung und Auffahrung lägen bei Budgeteinhaltung deutlich über Plan.Weitere Grußworte sprachen Norbert Römer (SPD), Mitglied des Landtags und energiepolitischer Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, und der Bezirksleiter der IG BCE Hamm, Manfred Freitag.
