Neue „schwarze RAG“ startet
02.01.2008 – Am 1. Januar 2008 hat für die RAG Aktiengesellschaft (RAG) ein neues Kapitel in der Unternehmensgeschichte begonnen. Das Unternehmen sowie das angepasste, jetzt schwarze RAG-Logo, signalisieren Bergbau-Kompetenz: Die Förderung deutscher Steinkohle ist das Kerngeschäft der neuen „schwarzen RAG“. Mit der neuen Unternehmensstruktur bleibt der deutsche Steinkohlenbergbau in den Regionen ein verlässlicher Partner, der den weiteren Anpassungsprozess aktiv und sozialverträglich gestalten wird.
Bernd Tönjes leitet als Vorstandsvorsitzender die RAG. Weitere Vorstandsmitglieder sind Peter Schrimpf, Dr. Jürgen-Johann Rupp und Jürgen Eikhoff. Vorsitzender des Aufsichtsrats ist der Vorstandsvorsitzende der RAG-Stiftung Wilhelm Bonse-Geuking. Sein Stellvertreter ist Hubertus Schmoldt, Vorsitzender der Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie (IGBCE).
Möglich wurden die Veränderungen, nachdem das Steinkohlefinanzierungsgesetz Ende 2007 in Kraft getreten ist. Damit ist die Trennung des RAG-Konzerns in einen „weißen“ und einen „schwarzen“ Bereich vollständig vollzogen. Der „weiße“ Bereich firmiert bereits seit September 2007 als Evonik Industries AG. Beide Bereiche gehören zur RAG-Stiftung. Sie hält 100 Prozent an der RAG, unter deren Dach im Wesentlichen die Deutsche Steinkohle AG, die RAG Anthrazit Ibbenbüren GmbH sowie die RAG Bildung GmbH vereint sind.
Zwischen der RAG-Stiftung und der RAG Aktiengesellschaft besteht ein Beherrschungs- und Ergebnisübernahmevertrag. Dieser löste den bisherigen Haftungsverbund zwischen dem „weißen“ und dem „schwarzen“ Bereich ab, weil ab 1.1.2008 die Stiftung mit ihrem Vermögen für die Ewigkeitslasten des Bergbaus nach dessen Beendigung haftet. Die operative Umsetzung der Vorgaben des Steinkohlefinanzierungsgesetzes steht in der Verantwortung der RAG. Dies schließt im Rahmen der Montanmitbestimmung eine enge Abstimmung mit der Gewerkschaft IG BCE und den Betriebsräten ein. Das Gesetz sieht vor, dass der Bundestag im Jahr 2012 überprüfen soll, ob aus energiepolitischer Sicht ein völliger Rückzug aus dem deutschen Steinkohlenbergbau vertretbar ist oder ein Sockelbergbau erhalten werden soll.
Zum Unternehmen:
Die RAG Aktiengesellschaft wurde am 27. November 1968 als Konsolidierungsunternehmen der deutschen Steinkohlenförderung gegründet. Die RAG steht auch heute für Bergbau-Kompetenz. Sie bündelt Unternehmen mit rund 31.500 Mitarbeitern und einem Umsatz von ca. 4 Milliarden Euro.
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